Redaktionelle Bewertungen zu At the Edge of Time (Limited Digi Pak + enhanced CD + Download Coupon) Aus der Amazon.de-Redaktion
Blind Guardian ist mit At The Edge Of Time das eigentlich Unmögliche gelungen: Sie haben ein Konsensalbum aufgenommen, das alle Fraktionen ihrer Fangemeinde begeistern wird, und sich gleichzeitig künstlerisch weiterentwickelt. Nach den nicht von allen Anhängern akzeptierten Experimenten auf den Vorgängeralben A Night At The Opera und A Twist In The Myth geben die Krefelder Fantasy-Metaller nicht etwa klein bei, sondern gehen erneut voll ins Risiko. Mit den authentischen Folk-Instrumenten und originellen Arrangements in "Curse My Name" und den bombastischen, überaus gelungenen Orchester-Passagen in "Sacred Worlds" und "Wheel Of Time" betreten Blind Guardian Neuland, tun dies allerdings so inspiriert und überzeugend, dass sich das ambitionierte Frische perfekt mit den bewährten Trademarks der Band ergänzt. Weitere Pluspunkte des Albums sind die angenehm organische Produktion, das extrem sichere Gespür für Ohrwurm-Melodien und der Thrash-Metal-Einschlag, der markanter als auf den letzten CDs heraussticht. "Valkyries" ist eine der großartigsten Hymnen der Band-Geschichte, während knallharte Songs wie die erste Single "A Voice In The Dark" oder "Tanelorn (Into The Void)" Erinnerungen an Neunziger-Jahre-Meilensteine der Marke Somewhere Far Beyond oder Imaginations From The Other Side wach werden lassen. Mit At The Edge Of Time, dessen Doppel-CD-Version als Bonus diverse Demo-Versionen, ein Making-of und einen Download-Coupon enthält, haben Blind Guardian ihr bestes Album seit Nightfall In Middle-Earth und eine der grandiosesten Heavy-Metal-Scheiben der letzten Jahre abgeliefert! -- Michael Rensen
Kundenbewertungen zu At the Edge of Time (Limited Digi Pak + enhanced CD + Download Coupon)
    Gelungenes Album (vom 2010-09-03)
Da sich die Herren um Hansi Kürsch eine Menge Zeit genommen haben für dieses Album waren die Erwartungen hoch und wurden erfüllt. Anders wie bei den meisten Bands, wo nach einem starken Album, hier A Twist In The Myth, ein schwaches folgt, liegt das Quartett ordentlich nach. Jeder, der das Vorgänger-Album gut fand, sollte zugreifen. Und die Digipack-Version macht schon einiges her. Pflichtkauf für jeden Metaller.
   Gut, aber nicht völlig überzeugend (vom 2010-09-02)
Bei Blind Guardian erlebt man seit der Jahrtausendwende eine ähnliche Entwicklung wie bei den mächtigen Iron Maiden: weg von extrem eingängigen Hymnen hin zu eher vertrackten und komplexen Arrangements. Diesen, bereits auf "Nightfall In Middle-Earth" angedeuteteten und mit "A Night At The Opera" tatsächlich begonnenen Weg gehen die Krefelder mit dem 2010er Longplayer "At The Edge Of Time" konsequent weiter. Dass dem eingeschlagenen Pfad nicht alle Fans folgen können/wollen scheint die Band dabei in Kauf zu nehmen, wobei ja immer noch einige Hits vorhanden sind... Ob man mit dieser Entwicklung einverstanden ist oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen - aus musikalischer Sicht ist die Platte jedenfalls überwiegend gelungen, auch wenn es ein paar Aussetzer gibt.
Das Cover entspricht wieder dem von "A Twist In The Myth" bekannten Stil - hier scheint es die endgültige Abkehr von den alten, gezeichneten Motiven zu geben. Schade, passt aber im Prinzip besser in die heutige Zeit und zum neuen Stil. Zwar nebensächlich, aber dennoch erwähnenswert: die Bandfotos sind aus meiner Sicht völlig misslungen. Ob das die Schuld des Fotografen ist oder am trotz aller Sympathien schon immer eher dünnen Charisma der Truppe liegt, sei mal dahingestellt, hier gibt es jedenfalls deutlich Luft nach oben.
Eröffnet wird "At The Edge Of Time" vom auszugsweise bereits vorher bekannten "Sacred Worlds", das gleich eindrucksvoll zeigt, wohin die Reise geht: Auf über neun Minuten ausgebreitet treffen gigantische Orchester-Einsätze auf Riffs, die so thrashig klingen, wie schon lange nicht mehr. Garniert ist das alles mit einem gut mitsingbaren Refrain und interessanten Gitarren-Leads, sodass man trotz Überlänge und vieler Tonspuren schnell einen Zugang zum Stück findet. Für mich eine nach den letzten Werken nicht ganz unerwartete, aber dennoch wirkungsvolle Methode, die CD zu eröffnen. Am Ende der Platte schließt sich der Kreis mit dem ebenfalls sehr langen "Wheel Of Time", das allerdings doch einige Umläufe mehr braucht, um dann spät, aber doch zu zünden.
Nach dem Opener, der den Hörer bei den ersten Durchgängen nahezu erschlägt, folgt mit "Tanelorn (Into The Void)" der erste "richtige" Ohrwurm. Natürlich muss sich ein Stück mit diesem Namen an seinem berühmten Vorgänger ("The Quest For Tanelorn" vom Album "Somewere Far Beyond", 1992) messen und macht sofort deutlich, wie sehr sich Blind Guardian verändert haben. Vergleichbarkeit ist kaum noch gegeben, mir persönlich gefallen beide Stücke auf ihre Weise sehr gut. Allerdings klingt "The Quest For Tanelorn" doch um einiges unbekümmerter und leichter zugänglich als die neue Interpretation eines Teils von Michael Moorcocks Multiversum. In eine ähnliche Richtung gehen die mit einem starken Refrain ausgestatteten und entsprechend live-tauglichen "Ride Into Obsession" und "A Voice In The Dark". Diese Stücke sind sehr aggressiv und vergleichsweise einfach gehalten. Gerade hier zeigt sich auch, dass Hansi Kürsch als Sänger nach wie vor in Hochform ist. Diese drei Tracks sollten auch alteingesessene Fans, die mit der neuen Ausrichtung nicht so gut klarkommen, überzeugen können.
Als mittlerweile schon traditionell exzellent gelungen erweisen sich auch die beiden sanfteren Stücke auf der CD: vor allem "Curse My Name" kann als gelungene Mischung aus "A Past And Future Secret" und "Skalds And Shadows" begeistern. Hier treffen mittelalterliche Instrumente auf außergewöhnliche Arrangements - perfekt! Auch die zweite Ballade, "War Of The Thrones" steht dem nicht viel nach, hier fällt vor allem die schöne Klavierbegleitung positiv auf.
Alles andere auf "At The Edge Of Time" reißt mich nicht sonderlich vom Hocker. Vor allem die beiden Midtempo-Tracks "Road Of No Release" und "Control The Divine" lassen den Funken auch nach vielen Hördurchgängen nicht überspringen. Für mich ebenfalls unverständlich: Viele bezeichnen "Valkyries" als "neue Band-Hymne". Auf mich wirkt das Stück zerfahren und konstruiert, da kann auch der gute Chor im Refrain nichts retten. Von einem neuen "Lost In The Twighlight Hall" oder gar "Mirror Mirror" kann also keine Rede sein.
Damit stehen auf "At The Edge Of Time" drei schwache Tracks sieben guten bis sehr guten Stücken gegenüber. Eigentlich kein schlechter Schnitt und eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Dennoch muss ich betonen, dass mir die älteren Alben als Gesamtwerke doch um einiges besser gefallen. Woran das genau liegt ist mir nicht ganz klar, prinzipiell habe ich mit der neuen Ausrichtung jedenfalls kein großes Problem. Vermutlich ist mir das Ganze einfach ein wenig zu überladen, von der alten Spielfreude ist nicht mehr viel zu hören. Sehr knappe 4 Sterne für ein gutes, aber nicht überzeugendes Album der deutschen Metal-Institution.
   Sensationelles Album (vom 2010-08-29)
Meine Herren, ein wirklich brilliantes Werk, welches ich als MP3-Download erstanden habe.
Melodien mit fühlbarem und eingängigem Charakter.
Orchestral, hart, melodiös, einfach klasse, was dem Ohr hier vorgesetzt wird.
So wie das Album heisst, ist es auch, eine Art Stein, der immer wieder hörbar sein wird
    Die Jungs sind nun wirklich Ikonen!!! (vom 2010-08-27)
Das neue Album ist ein Meisterwerk. Ich bin nun schon seit 17 Jahre Blind Guardian Fan und war auch schon auf KOnzerten.
Das Album ist kraftvoll, gewagt und außerordentlich gut. Wichtig ist nur, dass man einen anständigen Bass hat und laut hört.
Ich kann dieses Album wirlich jedem Fan von Blind Guardian ans Herz legen!!!
Dieses Jahr bin ich wieder auf deren Konzert und freu mich schon auf die neuen Lieder!!!
Macht weiter so!!!
   schönes Album, schöne Weiterentwicklung, warum "back to the roots"? (vom 2010-08-27)
wäre das ein debüt album einer neuen metal band dann würde ich fünf sterne geben!! nach diesem
fehltritt mit "a twist in the myth" ist "at the edge of time" mal wieder balsam für die
seele. das problem für mich bei diesem neuen album ist das kaum ein titel so richtig, im kopf,
hängen bleibt! das blind guardian mal mit einem chor zusammen arbeiten wollten ist doch seit jahren
bekannt und gefällt mir auch ganz gut, daher nicht "zu viel" chor eingespielt wurde, die grätsche
also ganz gut gelungen ist!! blind guardian haben das gemacht was sie wollten. sie haben sich
weiterentwickelt. es war doch nie die rede von "back to the roots"!?!?(was man als fan doch wissen müßte)
man muß das album eben öfter hören um zu erkennen das es doch eigentlich ganz gut geworden ist.
vier sterne dafür weil es sich teilweise zu überproduziert anhört. aber es gefällt und das ist die
hauptsache.
FAZIT: endlich sind sie wieder da und das mit einem doch gut gelungenen album!!!
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